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Donnerstag, 27. November 2008

Um ein Visum, ein Gipsbein, einen Kilo mehr auf den Rippen und ein Video im Internet reicher.

Solch vielfältige Ergebnisse kann man nur erringen, wenn man sich mit ChunSik und SoonHee trifft. Dennoch haben sie einigen Kampf erfordert. Zurück im Immigration office war ich anfänglich sehr zuversichtlich bis sich Problemchen mit Passfotos und Formularen einstellten, die wir aber noch gut bewältigen konnten. Ein härterer Brocken waren dann schon die Beamten, denen nun einfiel, dass ich noch ein weiters Papier brauche, da sie Patmos nicht als kulturelle, sondern nur als religiöse Einrichtung zählen können.
Nach 2 1/2 Stunden Warten, Beten und Diskutieren, siegte jedoch ChunSiks Hartnäckigkeit, mit der er dem Beamten zurecht erklärte, er könne nicht am ersten Tag dies und am folgenden etwas ganz anderes erzählen. Konnte ja auch gar nicht anders ausgehen, schließlich hatte ich den Allmächtigen und viele Menschen, die für mich gebetet haben, auf meiner Seite. So muss ich also dank 2 koreanisch-deutsch sprechenden Männer (ChunSik und ein freiwilliger Helfer des immigration office), die sich links und rechts von mir aufgebaut hatten, nicht zu einem spontanen Wochenendtrip nach Japan aufbrechen. Jetzt, wo ich nicht mehr dazu gezwungen bin, erscheint mir diese Chance aber umso reizvoller ;-).
Nach ner Menge superleckerem Nutella-Brot (Ja, echt aus Deutschland noch bei ChunSik und SoonHee vorhanden!!!), brach der gute ChunSik mit mir ins Krankenhaus auf.
Kränkenhäuser sind noch schlimmer als das immigration office.
Vor jeder Behandlung muss zuerst eine Nummer gezogen werden und im Vorraus bezahlt werden. Danke, deutsches Sozialsystem, dass es bei uns nicht so läuft!
Zuerst wird man für einen Grundbetrag als Patient registriert und bekommt eine Patienten-Chipkarte mit seinem Namen (Fotoalbumfüller^^). Dann schließt sich eine sehr sehr sehr lange Wartezeit an bis man zum Arzt kann, der diesesmal sogar perfekt Englisch sprach. Das Problem war nur, ich habe es nicht verstanden, denn woher soll ich die medizinischen Begriffe kennen?! Dieses Kapitel des Englischbuches hat uns Frau Mirle nicht beigebracht. Zum Glück hatte ich ja ChunSik.
Nächster Schritt war Röntgen, für das zuerst eine Unmenge Geld bezahlt wurde (Meine Auslandsversicherungs-Bescheinigung mochten sie nicht. Mal sehen, ob die Debeka etwas mit koreanischen Quittungen anfangen kann.), nachdem ich die entsprechende Nummer gezogen hatte.
Zum Glück wurde ich anschließend ohne Nummer zum Artz weitergeleitet, was aber auch wieder eine lange Wartezeit mit sich brachte. Das Ergebnis ist jedenfalls ein 20%-Bänderriss, der halb eingegipst wurde und mir dank meiner braunen Socke darüber jetzt schon einige Male die Bezeichnung "Teddy Bear" eingebracht hat, da mein Fuß jetzt die Tapsigkeit einer Pfote besitzt.
Zu Hause habe ich dann gelernt wie man koreanische Ramjon kocht -Fertignudeln in allen Geschmacksrichtungen. Die mit Curry find ich einfach super!
Wir haben noch ein weiteres Video für ChunSiks Homepage gemacht und gemeinsam gebetet und dann musste ich auch schon los, um meine PrayerPartners zu treffen, was mal wieder unglaublich schön war, auch wenn dieses Mal nur Anna aus den USA da war.

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