Am Donnerstag habe ich mich ganz meinem Wesen entsprechend verausgabt: In der Samil-Church war ein junges Fußballteam aus Südafrika zu Besuch, da sie diese Reise als bestes Team gewonnen haben. Einen Tag des Programmes durften die Englischlehrer der Samil gestalten, zu denen ich ja schon halb dazugehöre, weshalb ich natürlich auch geholfen habe, indem ich eine Bibel Study group geleitet und die Schatzsuche erklärt habe. Das Ganze war um einiges länger vorbereitet als ich es von anderen Aktionen kenne, denn schließlich mussten wir innerhalb eines Tages dafür sogen "that they accept the Jesus as their master". Dennoch schien am Morgen der Veranstaltung alles umgeschmissen zu werden. Wenige Minuten vor Beginn wurde noch überlegt ob man 18 Handtücher kaufen sollte und einer der Lehrer rannte noch einmal nach Hause, denn als er am Morgen gekommen war, waren die Boxen, die er mitbringen sollte, zu schwer. Außerdem waren die beiden, mit denen ich die Kleingruppenzeit vorbereitet hatte, nun nicht mehr meine Partner. Stattdessen habe ich mit einer jungen Frau namens Jane zusammengearbeitet, was ich aber durchaus begrüßt habe, weil sie mir um einiges sympathischer und kein älterer Mann, der mir immer erzählt "I remeber your impressive blue eyes", ist. Außerdem hatte ich bei ihr mehr Spielraum, denn sie war zwar die offizielle Leiterin, hatte aber so etwas selbst noch nie gemacht, sodass ich einige meiner Ideen einbringen konnte.
Das Programm selbst begann mit Kids-Lobpreissongs und diversen Tänzen, wie wir sie bei KidsChurch auch hatten. Die Stimmung war super.
Die Predigt war ziemlich "Korean Style", scheint bei den Kids durchaus angekommen zu sein. Danach folgten die Kleingruppen, in denen wir erzählt, geschrieben, gelacht, gebetet und gebastelt haben. Das war sehr schön! Nach dem Lunch gab es noch einmal die gleiche Struktur mit dem kleinen Unterschied, dass ale Leiter sehr müde waren, denn wir hatten uns schon sehr früh getroffen. Die Kids selbst warn auch müde, haben das aber alles sehr genossen. Alle hatten dunkle Haut, waren sehr niedlich und hatten schwierige Namen: An Bonganie, Davey, Tschepo 1&2 (es gab zweimal Tschepo, also haben sie einfach wie selbstverständlich ne Nummer hinter den Namen gepackt), Gift und Confidence kann ich mich noch erinnern. Alle von ihnen konnten super tanzen, sie hatten ein tolles Rythmusgefühl, wie man es von Afrikanern erwartet und ihr Hüftschwung konnte dem einer Bauchtänzerin Konkurrenz machen.
Ich fand es insgesamt sehr beeindruckend wie zwei Kulturen aufeinander treffen und

so miteinander harmonisieren! Wir "teacher" haben am Ende den Kindern die Füße gewaschen -jeder seinem "partner". Fast alle um mich herum haben tief bewegt geweint, so wichtig waren ihnen die Kinder... zumindest möchte ich das so deuten. So ganz wohlgefühlt habe ich mich in diesem Moment allerdings nicht, denn auch wenn ich wie die anderen für meinen "partner" gebetet habe und auch das aus dem Herzen kam, war ich nicht dazu gerührt Taschentücher nass zu machen... da ist er wieder, der Unterschied zwischen Deutschen und Koreanern -die Emotionalität.
An diesem ist Tag ist es aber gar nicht so aufgefallen, dass ich anders bin -es waren schließlich alle irgendwie anders. Ein Kind hat aber doch mal gefragt wo ich herkomme und mir dann stolz die Hand gereicht und von Ballack, Podolski und Schweinssteiger geredet. Deutschland scheint für die Südafrikaner etwas Schönes zu sein.
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