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Dienstag, 18. November 2008

Wellness, Sauberkeit und Entspannung

...genießen Koreaner in den Saunas ihres Landes. Dort trifft man sich gerne mit Freunden oder verbringt seinen Familiensamstag darin. Für mich wurde die JukJeon Sauna am Samstag aber zum Abenteuer und ließ vor lauter Neuem wenig Entspannung zu. Bevor es aber begann, hatte ich noch mal ein besonders einprägsamen Akkupunkturtermin:
Nach Kartoffel am Spieß mit Bulgogi-Gewürz in einer wunderschönen Imbissbude bei Regen, gings per Taxi mit Joshua und der Oma also zur Sauna. Dabei hat mein Gastbruder mal wieder sein Verantwortungsgefühl unter Beweis gestellt und die Vaterrolle übernommen: Er wollte das Essen bezahlen und hat sich sehr süß um die Oma gekümmert. In der Sauna selbst allerdings konnte er uns am Anfang nicht mehr helfen, denn der erste Bereich ist Männer und Frauen getrennt, sodass ich mich mit der Oma allein verständigen musste, was hauptsächlich geschah, indem sie die ganze Zeit Koreanisch auf mich eingeredet hat und ich ihr anschließend einfach alles nachgemacht habe, was allerdings nicht immer angenehm war. Zuerst befinden sich nämlich alle Frauen nackt zusammen in einem Waschraum mit Duschen, Heiß- und Klatwasserbecken, sowie Hockern, auf denen alle saßen, um sich gründlich abzuschrubben. Alle schienen es zu genießen mal wieder so richtig sauber zu werden -kein Wunder in einer Stadt wie Seoul! Für mich war es allerdings ein wenig unangenehm, denn alle schienen es interessant zu finden, ob europäisce Körper anders aussehen als asiatische.

Gründlich gereinigt schlüpfte man dann in die Klamotten, die man am Eingang bekommen hatte: weites T-Shirt und kurze Hose, für Männer in hellblau, für Frauen in rosa und für Kinder in Gelb *wie vorurteilsfrei*. Dann durfte man sich im gemeinsamen Bereich wiedertreffen, wo es verschiedene heiße Räume (65°-80° :P), Massage, Nagelstudio, Kino, Restaurants, Snackbar, Schlaflätze und so weiter gab. Leider musste man für das meiste dazubezahlen, sodass ich mir statt richtiger Massage nur 10 Minuten automatischen Massagestuhl geleistet habe, der aber mehr wehgetan hat als alles andere^^.
Eine sehr interessante Einrichtung war auch das Doktor-Fisch-Becken. Für 2€ durften Joshua und ich unsere Füße 15 MInuten in eine Wanne voller kleiner Fische stecken die unter viel Gekitzel die alten Hautzellen abgefressen haben, das war sehr cool!
Das Ende dieses Tages schaffte es aber tatsächlich wieder jegliches Pausengefühl wegzuwischen, denn die Oma hatte beschlossen, dass sie noch Arbeit hat und verließ ohne jemandem Bescheid zu sagen (oder vielleicht wollte sie mir das verklickern, als sie das 20. Mal Koreanisch auf mich einredete...) die Sauna. Irgendwann rief mein Gastvater, der nicht mit war, auf meinem Handy an und erklärte Joshua, er solle raus gehen und nach der Oma schauen, die dann aber plötzlich wenige Minuten später neben mir stand und mich hinausbugsierte, wo ich sie eben noch abhalten konnte mit mir in ein Taxi zu steigen und Joshua da zu lassen. Schließlich habe ich mit ihr in der Lobby der Sauna gewartet und irgendwann trudelten dort auch die restlichen Familienmitglieder ein. Puh!

Samstag, 15. November 2008

선유 도

So heißt die Insel im Hangang, dem Fluss, der durch Seoul fleißt, die ich Am Freitag nach Feierabend bei Patmos mit zweien meiner Arbeitskollegen besucht habe. Sie heißen Orora und Nick, sind verheiratet und arbeiten erst sehr kurze Zeit bei meinem Lieblingsverlag. "Feierabend am Freitag" bedeutet hier man startet um 19Uhr. Wir begannen erst mal mit Spagetti in der Umgebung des Verlagsgebäudes, denn noch war die Staugefahr zu schlimm. Nach diesem superleckeren Dinner, musste das Auto freigeschafft werden, was nicht mehr ganz so einfach war. Hinter dem Gebäude, in dem sich neben Patnos noch andere Firmen befinden, gibt es einen kleinen Parkplatz, in dem man sich gegenseitig zuparken muss, damit alle hinpassen, was zur Folge hat, dass jeder seine Handynummer hinterlässt und angerufen wird, sobald jemand, der hinter ihnen steht, ausparken möchte. So wurde ich Zeuge eines verwirrenden und sehr schlitterigen Umparkmanöver, der mir mal wieder den Satz bestätigte, den ich hier ständig höre: "Korea is small but many people live here."
Irgendwann gelangten wir aber doch noch auf die Insel, die in der Dunkelheit mit all den Lichtern sehr schön war! Die Zeit mit den beiden war wirklich schön und sie sehen sehr viel aus der Sicht von Ausländern, da sie schon in Neuseeland gelebt haben und von sich sagen, dass sie ihr Land lieben, aber auf Dauer nicht hier leben möchten. Am Ende erhielt ich noch eine Einladung zu ihnen nach Hause =D.

Freitag, 14. November 2008

Mit Tschepo 1&2, Gift und Confidence

Am Donnerstag habe ich mich ganz meinem Wesen entsprechend verausgabt: In der Samil-Church war ein junges Fußballteam aus Südafrika zu Besuch, da sie diese Reise als bestes Team gewonnen haben. Einen Tag des Programmes durften die Englischlehrer der Samil gestalten, zu denen ich ja schon halb dazugehöre, weshalb ich natürlich auch geholfen habe, indem ich eine Bibel Study group geleitet und die Schatzsuche erklärt habe. Das Ganze war um einiges länger vorbereitet als ich es von anderen Aktionen kenne, denn schließlich mussten wir innerhalb eines Tages dafür sogen "that they accept the Jesus as their master". Dennoch schien am Morgen der Veranstaltung alles umgeschmissen zu werden. Wenige Minuten vor Beginn wurde noch überlegt ob man 18 Handtücher kaufen sollte und einer der Lehrer rannte noch einmal nach Hause, denn als er am Morgen gekommen war, waren die Boxen, die er mitbringen sollte, zu schwer. Außerdem waren die beiden, mit denen ich die Kleingruppenzeit vorbereitet hatte, nun nicht mehr meine Partner. Stattdessen habe ich mit einer jungen Frau namens Jane zusammengearbeitet, was ich aber durchaus begrüßt habe, weil sie mir um einiges sympathischer und kein älterer Mann, der mir immer erzählt "I remeber your impressive blue eyes", ist. Außerdem hatte ich bei ihr mehr Spielraum, denn sie war zwar die offizielle Leiterin, hatte aber so etwas selbst noch nie gemacht, sodass ich einige meiner Ideen einbringen konnte.
Das Programm selbst begann mit Kids-Lobpreissongs und diversen Tänzen, wie wir sie bei KidsChurch auch hatten. Die Stimmung war super.

Die Predigt war ziemlich "Korean Style", scheint bei den Kids durchaus angekommen zu sein. Danach folgten die Kleingruppen, in denen wir erzählt, geschrieben, gelacht, gebetet und gebastelt haben. Das war sehr schön! Nach dem Lunch gab es noch einmal die gleiche Struktur mit dem kleinen Unterschied, dass ale Leiter sehr müde waren, denn wir hatten uns schon sehr früh getroffen. Die Kids selbst warn auch müde, haben das aber alles sehr genossen. Alle hatten dunkle Haut, waren sehr niedlich und hatten schwierige Namen: An Bonganie, Davey, Tschepo 1&2 (es gab zweimal Tschepo, also haben sie einfach wie selbstverständlich ne Nummer hinter den Namen gepackt), Gift und Confidence kann ich mich noch erinnern. Alle von ihnen konnten super tanzen, sie hatten ein tolles Rythmusgefühl, wie man es von Afrikanern erwartet und ihr Hüftschwung konnte dem einer Bauchtänzerin Konkurrenz machen.

Ich fand es insgesamt sehr beeindruckend wie zwei Kulturen aufeinander treffen und so miteinander harmonisieren! Wir "teacher" haben am Ende den Kindern die Füße gewaschen -jeder seinem "partner". Fast alle um mich herum haben tief bewegt geweint, so wichtig waren ihnen die Kinder... zumindest möchte ich das so deuten. So ganz wohlgefühlt habe ich mich in diesem Moment allerdings nicht, denn auch wenn ich wie die anderen für meinen "partner" gebetet habe und auch das aus dem Herzen kam, war ich nicht dazu gerührt Taschentücher nass zu machen... da ist er wieder, der Unterschied zwischen Deutschen und Koreanern -die Emotionalität.
An diesem ist Tag ist es aber gar nicht so aufgefallen, dass ich anders bin -es waren schließlich alle irgendwie anders. Ein Kind hat aber doch mal gefragt wo ich herkomme und mir dann stolz die Hand gereicht und von Ballack, Podolski und Schweinssteiger geredet. Deutschland scheint für die Südafrikaner etwas Schönes zu sein.

AYUSA

Über das Wochenende lebte in unserem Haus ein weiterer Gast aus Übersee: Joan aus Oregan, USA. Sie ist Teil einer Gruppe von AYUSA, einer Organisation für Highschoolexchange von anderen Ländern in die USA. Sie lebten die ganze Zeit in einem Hotel in Seoul, wurden jedoch für zwei Tage auf Gastfamilien aufgeteilt, um Eindrücke für ihre eigene Arbeit mitzunehmen. Die Reise war nämlich so etwas wie eine Belohnung für Angestellte von AYUSA, die besonders gut gearbeitet haben im letzten Jahr, weshalb es sehr viel Service gab, der komplett von der Geschäftsführung bezahlt wurde -nett! Gleichzeitig diente sie aber natürlich auch der Fortbildung.
Joan war ein Sonnenschein. Sie ließ sich komplett auf jeden der Familie ein, verabschiedet sich schon am ersten Abend mit Küsschen und nahm am Familienlebenteil, sodass mein Gastbruder Joshua sie nach 2 Tagen seine zweite Mutter und Teil der Familie nannte. Sie wusste übrigens vorher, dass ich da bin und hat auch mir Gastgeschenke mitgebracht... so lieb!
Da Joans Aufenthalt in Seoul nach ihrer Zeit in der Gastfamilie noch nicht vorbei war, hatten Joshua und ich am Mittwoch die Chance, zu ihrer Gruppe zu stoßen und noch ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen. Joshua war schon mit zum Shoppen, ich hatte leider erst später Zeit. Damit kam ich gerade rechtzeitig zur gruppeninternen Auswertungsrunde, bei der ich Mäuschen spielen durfte. Es war höchst interessant wie sich diese Reflektion von der unserer deutschen CVJM-Gruppe unterschied und welche Gemeinsamkeiten es gab, was aber nicht nur an Kultur- sondern vor allem an Altersunterschieden lag, denn welcher 19jährige achtet darauf, ob der Flughafen sauber ist und wer zu Hasue abwäscht?! Insgesamt war aber auch das Ziel der Reise anders, denn im Gegensatz zu unserem Programm, diente die Reise der Amerikaner in erster Lienie touristischen Zwecken.
Interessant war auch die Gruppe an sich: Alles sehr nette Amerikanerinnen, unter
denen nur ein Mann war. In der Auswertungsrunde, der ich beiwohnen durfte, waren 10 Amerikaner, unter denen 3 nicht maßlos übergewichtig waren... und da soll man keine Vorurteile bestätigt sehen. Trotzdem hatte ich interessante Gespräche, die sich vor allem um Schüleraustausch und Reise drehte -klaro. Im gecharterten Bus ging es zusammen zum Restaurant, wo auch Joshua und ich auf Joan's Einladung lecker gegessen haben. Ganz nebenbei habe ich das HardRockCafé Seoul gefunden =D.

Mittwoch, 12. November 2008

"Angela, give me a hugh!"

Gestern hatte ich die Ehre einen alten Bekannten wiedertreffen zu dürfen: Unseren allseits geliebten Pastor Hamm, den Leiter der Gemeinde in JeonJu! Trotz aller Probleme, die wir vielleicht am Anfang mit seiner Persönlichkeit hatten, habe ich mich total gefreut!
Anlass des Treffens war gemeinsame Bibellese mit Chun Sik, Soon-Hee, einem mit Pastor Hamm befreundeten Ehepaar und einer anderen Frau, wofür der Pastor jede Woche nach Seoul kommt. Die Wohnung, in der wir uns um einen mit Obst und Süßem reich gedeckten Tisch setzten, war sehr schick und sogar so etwas wie geschmackvoll eingerichtet. Gut- ich würde mir zwar keine alt-römisch aussehende Statue mit Blumenvase im Kopf neben das Klavier stellen, aber farblich und vom Stil her hat alles sehr schön zusammengepasst. Auf mein Lob hin bekam ich die Antwort: "Thank you, it's Gods grace." Das fand ich schon beeindruckend, dass sie nicht stolz sind, weil sie sich eine so teure Wohnung erarbeitet haben, sondern, dass sie es als Geschenk Gottes ansehen.
Als Geschenk Gottes überreichte mir Pastor Hamm auch einen Briefumschalg mit einem 50€-Schein und sagte, er sei nur so etwas wie Übermittler. Wenn ich bedenke, dass ich am Sonntag mein Portemonnaie für Weihnachtsgeschenke für Kinder in Waisenhäusern leer gespendet habe, beweist mir das ein weiteres Mal, wie Gott für uns sorgt, wenn wir ihn lassen. Außerdem werde ich immer neugieriger über den Umgang der Koreaner mit Geld. Zum Einen verschenkt man gerne und nimmt auch gerne an, zum Anderen kauft man sich die größten Autos und versucht gute Jobs mit viel Geld zu bekommen. Ich habe mir noch keine Meinung bilden können.
Es folgten etwa eineinhalb Stunden koreanische Andacht von Pastor Hamm, die für mich aber nicht langweilig waren, denn mir wurden immer die Bibelstellen mitgeteilt und ich hatte Zeit zum Nachdenken und auf die Tonation des Koreanischen zu hören und mich über Englische Wörter zu freuen, die der Pastor einwarf. Und außerdem gab es ja noch den riesen Berg ECHTER Trauben, der vor mir lag und geleert werden wollte ;-).
Später kam die Tochter der einen Frau noch hinzu, die am Donnerstag eine Prüfung hat, die von der Wichtigkeit her mit dem deutschen Abitur vergleichbar ist. Dabei muss sie von 8-17Uhr Prüfungen in 5 verschiedenen Fächern über 6 Jahre ablegen... wie soll das denn gehen? Jedenfalls war ich beeindruckt, dass sie zum Gebetskreis ihrer Mutter kam und danach ganz fröhlich mit mir essen war, wenn ich bedenke, wie einige meiner Freundinnen 2 Tage vor dem Abi nicht ansprechbar waren. Sie heißt Hannah und war schon ein Jahr in Deutschland und ich bin unglaublich glücklich sie getroffen zu haben, denn es hat einfach von Anfang an gepasst mit uns beiden. Ich denke, sie wird eine richtige Freundin.
Ein rundum schöner Nachmittag, an dem ich mich sogar über "Angela, Saranje!" und "Angela, give me a hugh!" gefreut habe.

Montag, 10. November 2008

die oem-family

Nach einer kurzen Schlafpause fand ich mich schon wieder in der Samil, um den zweiten von 7 Gottesdiensten pro Tag mitzuerleben. Diesmal war ich zum ersten mal nicht in der Turnhalle zum Gottesdienst, sondern in einer Halle, die im Samil-Gebäude ist, in dem wir als deutsche Gruppe schon gegessen hatten und Zeit zum Kontakte knüpfen hatten und in dem auch die Englischschule stattfindet. Das Haus befindet sich in etwa 500m Abstand und der Gottesdienst wird live aus der Turnahlle dorthin übertragen. Man feiert also zusammen in getrennten Räumen -in der Turnhalle kann man auch auf einigen Bildschirmen Aufnahmen das anderen Publikum sehen. Diesmal konnte ich sogar eine englische Übersetzung bekommen, die ich zwar rein akkustisch nicht gut verstehen konnte, mit der ich aber viel Spaß hatte, wenn der Übersetzer begann zu singen ;-).
Mit meiner Freundin Minhye und einigen Englischlehrern hatte ich Spagetthi und theologisch recht verwirrende Gespräche über die Erlösung allein im Glauben, deren Auswirkungen und Lehrersein in den Phillipinen zum Lunch.
Danach war es mal an mir jemandem was zu zeigen =D! Ich habe Minhye in MEINE Gemeinde mitgenommen, sie war Gast in MEINER Theatergruppe und in dem Gottesdienst, in dem ich mich am wohlsten fühle. Es war echt schön, ihr alles zu zeigen, denn es war tatsächlich, als gehörte ich schon dazu. Und bald werde ich das auch offiziell. Mit dem membership course, den ich nächste Woche beenden werde, werde ich Mitglied der Onnuri Community Church (der 3.größten Koreas -und ich erweitere sie also). Mein soziales Netzwerk dort baut sich auch schon so langsam auf und ich habe schon Menschen, die ich Freunde nennen möchte. Jetzt steht nur noch die schwierige Frage offen, welchen Dienst ich tun soll: MIt dem Drama Ministry habe ich ja schon begonnen, aber mich interessieren natürlich auch brennend die Kinder- und Jugendarbeit, sowie die Tanzgruppe und BibleStudyGroups. Aber alles geht auf keinen Fall. Darüber werde ich wohl mal mit meinem Chef telefonieren müssen... wie gut, dass ich mit ihm immer gleichzeitig online bin!

Samil English Class

Vor einigen Wochen habe ich schon einmal von der English class der Samil-Gemeinde geschrieben, die damit kirchenfremde Kinder zu sich einladen wollen, was ich für einen sehr wertvollen Dienst halte, vor allem bei dem Englisch-Hype, der hier herrscht.
Diesen Samstag war ich wieder dort -mein 2.Mal- und ich bin schon zum Assistantteacher (also die 2. Frau im Raum) aufgestiegen, womit es zu meiner Aufgabe wurde, die korrekte Aussprache vorzusprechen und auch bei allem anderen zum direkten Vorbild der Kinder zu dienen, was ich ganz gut hinbekommen habe.
Ein Wort zum Vorbereitungsstil würde ich gern meinem lieben KidsChurch-Team zukommen lassen: Wir waren gar nicht so schlimm was die Vorbereitung anbetrifft. Vielleicht haben wir in dieser aber die falschen Prioritäten gesetzt.
In der Samil läuft das so: Einige treffen sich schon morgens, um in eine Grundschule in die Umgebung zu gehen und dort Kinder einzuladen. Danach stoßen weitere zum gemütlichen Lunch dazu, das bis 15 Minuten vor dem Programm geht.Davon werden 10 Minuten für Gebet und 5 Minuten für die Aufteilung der Aufgaben genutzt. Ja, die 90 Minuten Plenum und Einzelgruppen wurden innerhalb von 5 Minuten vorbereitet und anhand von einer PowerPointPräsentation, Lehrbüchern und einer Menge Spontaneität durchgeführt. Daraus kann man zwar eine schöne Atmosphäre basteln, ich habe aber doch den Eindruck, dass die Qualität des Unterrichts leidet und dass nicht sonderlich viel hängen bleibt. Außerdem wundert mich, dass praktisch alle Vokale gleich klingen: a = "ae", o = "a", i = "i", u = ein aus dem Bauch gepresstes "uae", e = "ae". Ich habe ja aber beim Englischlernen auch das Glück gehabt mit dem Deutschen nicht so weit vom Englischen entfernt zu sein wie die Koreaner mit ihrer Sprache. Vielleicht ist es für sie so einfacher.
Nach dem offiziellen Part wurde reflektiert (glaube ich- war koreanisch) und andere Dinge vorbereitet, wie z.B. ein Besuch afrikanischer Kinder in der Samil, bei dem ich mithelfen werde. Anschließend ist ein Teil des Teams noch mit mir Pizza essen gegangen, bevor man mich totmüde in einen Bus verfrachtete, in dem ich irgendwann aus meinem Dämmerzustand erwachte und bemerkte, dass ich keine Ahnung habe, wo ich aussteigen muss. Ich bin am Ende aber gut nach Hause gekommen. Wie immer ;-).