Mittlerweile bin ich fast jede zweite Woche auf Reisen. Seoul wird zu klein für mich ;-D!
So ging es vom 12.-16.Januar nach Bosong ("green-tea-city") zum mission trip. Die Entscheidung, Teil einer Gruppe von insgesamt 650 Missionaren (diese Zahl bezeichnet vermutlich alle, die diese Saison (Winter) auf einen der mind 5 mission trips gehen) zu werden, traf ich innerhalb von 5 Minuten am Sonntag abend und endete in einem Hochgefühl der Aufregung^^.
Die Abenden der vorrausgehenden Woche (5.-9.1.) verbrachte ich daher auch in der Samil-Gemeinde, um mich vorbereiten zu lassen, indem ich Worshiptanz, Singen wie Omas (direkte Übertragung des Wortes "Halmoni" -hier ist jede Frau mit grauen Haaren deine Oma) es mögen (von wegen Musik sei Weltspache -sowas würden in Deutschland noch nicht ein mal alte Menschen als harmonisch betrachten^^), orientalische Wohlfühlmedizin, Kinderarbeitsmethoden und Co lernte. Nebenbei wuden tonnenweise Geschenke verpackt, Luftballons in Formen gebracht, Anspiele geschreiben und so weiter.
Dennoch kamen wir am Monatag morgen gefühlt sehr unvorbereitet in Jangheun an, wo unsere "Basisstation" war. Von dieser Basisstation sind wir jeden Tag in unseren Teams (12-15 Leute) in die jeweilige Dorfkirche in der Umgebung gefahren -in meinem Fall Bosong.
Dort bereiteten wir Dienstag un Mittwoch ein Kinderprogramm vor, in dem ich die Ehre hatte, eine Englischklasse zu leiten. Die erste war einfach und lief wunderbar. Ob die Kinder nur zugehört haben, weil mein anderes aussehen sie gebannt hat, oder wirklich interessiert waren, will ich eigentlich gar nicht wissen.^^ Am zweiten Tag wurde es allerdings schwieriger, was zu einiger Anstrengung meinerseits führte, die Kids zum Zuhören zu bringen. Im Endeffekt hat es aber Spaß gemacht.
Vor und nach dem Englischen gab es koreanische Spiele, Lieder, Tänze und Predigt. Bei den Tänzen durfte ich übrigens mit einer Freundin von vorne als Vortänzerin agieren, obwohl wir die Bewegungen selber erst wenige Stunden zuvor gelernt hatten... Im Übrigen habe ich ein Problem mit mit dem Erinnern an Bewegungen, die mein Gehirn wegen fehlender Sprachkenntnisse nicht mit dem koreanischen Text verbinden kann, wie die anderen das machen, und mit Richtungen. Ich fange spontan alles mit rechts an und möchte behauten, dass es der Mehrheit der Deutschen genauso geht. Koreaner wenden sich instinktiv zuerst ihrere Linken zu. Dies alles stand dem Gelingen des Programms und der Glücklichkeit der Kids nicht im Wege.
Am Donnerstag ging es ins Altersheim. Dort haben wir erst ein buntes Programm gestaltet - vorgetanzt, vorgesungen, singen lassen, Internationalität durch japanische und deutsche Lieder erzeugt und verrückt gespielt - einfach um die Alten unsere Lebensfreude spüren zu lassen. Das hat auch geklappt und sie haben mitgelacht, auch wenn sie sicher nicht alles verstanden haben. Die anschließende Besuchszeit auf den Zimmern war auch erstaunlich schön. Es fällt mir normaleweise recht schwer mich um alte Menschen zu kümmern (also diejenigen, die nicht mehr selber können), aber mit meinem Team gemeinsam war es eigentlich sehr schön, denn man konnte den Halmoni und Harabodschim in den Augen ablesen wie sehr sie sich gefreut haben als die Jungespunde mit ihnen Karaoke gesungen haben.
Die restliche Missionszeit haben wir damit verbracht, Menschen in unsere Dorfkirche einzuladen und die frohe Botschaft zu teilen. Ich weiß, das klngt komisch. Das hab ich vorher auch noch nie getan, doch nun hatte ich mir vorgenommen, mich darauf einzulassen durch den Schneesturm zu laufen und Menschen, die nicht meine Sprache sprechen, mit Süßigkeiten zu beschenken und ihnen anhand von "4 siritual law"s von Jesus zu erzählen. Und was soll ich anderes sagen als: "Es hat sich gelohnt!" Das ist alles viel weniger abgehoben als es sich anhört. Ich teile eben meine Freude und Hoffnung. Ich zwinge niemanden zu glauben, was ich glaube, und wünsche keinen zur Hölle, der es nicht tut (auch wenn die traurige Wahrheit ihn vielleicht dorthin führt). Für die meisten Menshen war ich Punkt des Interesses, habe einige koreanische Sätze rausbekommen und den Löwenanteil haben meine Teammitglieder übernommen ;-).
Doch auch hier auf den Straßen einer meiner Geburtstadt fernen Gegend, kann Gott durch mich wirken, sodass ich jemanden traf, der von dem Zeugnis, das ich erzählte (nebenbei -aus heiterem himmel- das habe ich noch nicht oft erzählt. Ich glaube nicht, dass das meine Idee war.), berührt wurde. Er wollte gerne ein Leben mit Jesus führen und dafür gleich im Schneesturm mit mir und meinem Freund beteten.
Das Rahmenprogamm bildeten die Morgen- und Abendgottesdienste, die im Endeffekt pro Nacht ungefähr fünf Stunden Zeit ließen, um auf dem brennend heißen Boden zu schlafen.
Am letzten Vormittag ging es "zur Beohnung" in ein traditionelles koreanisches Dorf mit Sightseeing und leckerem Essen. Nachdem ich mich die ganze Woche größtenteils von trockenem Reis und Snacks ernährt hatte, um das Fleisch zu umgehen, tat das echt gut.
Bei all diesen wundervollen Erlebnissen hatte mein Team eine Schlüsselrolle. 14 liebe Menschen opferten mit mir ihre Zeit für andere. Dabei hatten wir eine Menge Austausch, gemeinsames Gebet und tonnenweise Spaß. Sogar für mich. Da ich ein wundervoller Freund alles übersetzte. Innerhalb von 5 Tagen sind mindestens 50 Stunden mit Lachen verbracht worden und rund 100 Gruppenfotos entstanden. Außerdem bin ich um einen Liebhaber aus Spaß reicher ;-D.
Ich bin sehr gestärkt nach Hause gekommen und habe mich nun entschieden an einer weiteren Mission teilzunehmen. NACH TAIWAN!
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