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Montag, 5. Januar 2009

Der Lehrerworkshop

Auch in der SAMIL english school fängt ein neues Jahr an. Ein neues Jahr heißt neue Themen, Bücher, Herausforderungen usw. Dafür haben sich (fast) alle, die sich Lehrer dieser Schulstunden nennen, ob sie nun regelmäßig kommen oder nicht, zum Workshop getroffen, um ihre Lehrmethoden zu verbessern. Zwischen der Englischstunde bis 3pm und dem Workshop ab 6pm hatte ich also ein wenig Zeit, die ich auf Grund von spontaner Müdigkeit auch gut brauchen konnte. Und welche Oase tat sich dann auf? Ein Ruheraum für Frauen! Ist das nicht genial? Das Kirchengebäude hat einen Ruheraum, in dem auf Sofas mit Kissen und Decken bis zu 6 Frauen bequem schlafen, liegen und relaxen können. So ist die Zeit zwischen Gottesdienst und Leitertreffen für die vielbeschäftigten SAMIL-Mitglieder gut genutzt. Der Workshop selbst begann erst mal mit einem Festmahl -aber was für eins! Es gab sowohl korenisch scharfes (z.B. Reiskuchen -nicht süß- mit Chillisoße), als auch westliches Essen (z.B. Pizzaaa!). Daneben lagen maßenweise Früchte auf dem Tisch (echte Trauben (keine koreanisch gammeligen, aus denen das Fruchtfleisch nur rausgesaugt wird) und ERDBEEREN (es ist hier scheinbar üblicher Gewächshauserbeeren zu essen als echte)). Dazu gab es eine der tollen Torten, da jemand Geburtstag hatte. Nebenbei bemerkt -ich bin echt froh mit vielen kleinen Geschwisten aufgewachsen zu sein! Doch auch damit habe ich noch Probleme mit einer Gruppe von 20 Koreanern mitzuhalten, die sich über einen Tisch voller Leckereien hermachen. Irgendwann habe ich mich darauf beschränkt, die Packung mit den Trauen zu pachten und hinterher noch ein paar Reste zu essen, denn die anderen waren dann auch schneller satt als ich und ließen ab. Hinterher haben wir Geschenke verteilt -es wurde gewichtelt. Das läuft hier ein wenig anders. Zwar auch mit Zettel ziehen, aber da steht neben dem Namen auch das Gebetsanliegen (find ich super!) und der Geschenkewunsch drauf, der nicht billig ist. Hinterher wird auch verraten wer wessen "Angel" ist. Mein Engel war die junge und quirrlige Pastorin, die meinem Wunsch nach "something korean" mit einer Tüte voller traditionell koreanischem Krimskrams sehr liebevoll nachgekommen ist. Anschließend wurde in höchst angeheiterter Atmosphäre auch noch gearbeitet.
Jeder Lehrer hat seinen Lehrstil präsentiert. Da Gruppen aus je einem "mainteacher" und einem "coteacher" gebildet wurden und ich in zweiter Position war, musste nicht ran, konnte aber dennoch Ideen einbringen. Trotzdem ist mir mal wieder aufgefallen, dass Koreaner sehr auf eine starke Leitung setzen.

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