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Sonntag, 9. November 2008
Prayer Teams
Seit heute morgen habe ich im Rahmen eines Projektes des Onnuri English Ministry 2 Prayer Partners bekommen, mit denen ich in meiner Zeit hier Gebet und Leben teilen werde. Ich freue mich schon so sehr auf das erste Treffen, denn meine beiden Partnerinnen sind super!v Von Anna habe ich ja schon geschrieben und ihr könnt euch vorstellen wie glücklich ich war, mit ihr in einem Team zu sein. Aby aus Malasya ist auch sehr lieb und ich glaube, wir werden viel zu teilen haben und alle sehr daran wachsen. Ich freu mich so, denn das ist es, was ich auch in Deutschland schon wollte: Wirkliche geistliche Gemeinschaft, in der man gemeinsam mit Jesus gehen kann.
Samstag, 8. November 2008
Freude
Habe ich eigentlich schon erwähnt wie schön es ist bei Patmos zu arbeiten? Gestern war es wieder so weit und neben ner Menge englischer Wörter, die ins Deutsche übertragen werden wollten, bin ich mal wieder unglaublicher Freundlichkeit begegnet. Alle Mitarbeiter scheinen mich zu mögen... und ich mag sie auch =D. Und obwohl es Sprachschwierigkeiten gibt, haben wir immer wieder sehr viel Spaß zusammen und es gibt viel zu Lachen -ob über die kanzinanda-boys ("kanzinanda" ist koreanischer Jugendslang für "schmuck") oder meinen Umgang mit koreanischem Essen-.
Dieses mal war ich vietnamesisch essen und fand es ehrlich total lecker. Es gab dicke Nudeln mit Pilzen und scharfer Soße. Dazu wurde so etwas ähnliches wie Frühlingsrollen serviert. Sie hatten nur viel interessantere Formen... und aus einer Sorte schaute eine Krebszange heraus.
Dieses mal war ich vietnamesisch essen und fand es ehrlich total lecker. Es gab dicke Nudeln mit Pilzen und scharfer Soße. Dazu wurde so etwas ähnliches wie Frühlingsrollen serviert. Sie hatten nur viel interessantere Formen... und aus einer Sorte schaute eine Krebszange heraus.
Freitag, 7. November 2008
In 4 Monaten...
... werde ich in einem Bett in Deutschland wieder aufwachen. Man, wie schnell die Zeit vergeht.
Dennoch... die letzten 2 Monate sind nicht ohne Spuren an mir vorbeigegangen und wenn ich zurückschaue, kann ich zufrieden sein, mit dem was geschehen ist. So langsam merke ich wirklich, dass ich angekommen bin. Das äußert sich zum Einen darin, dass es nicht mehr so viel Neues und gibt und mich -zweitens- das, was noch neu ist, nicht mehr so in Aufregung versetzt. Letzteres finde ich zwar nicht so schön, es handelt sich dabei aber keineswegs um Abstumpfung, denn ich nehme immer noch alles mit offenen Ohren und Augen auf.
So habe ich zum Beispiel am Mittwoch abend ein "prayer meeting" des Onnuri English Ministry genießen dürfen, wo ich Anna kennengelernt habe, die aus den USA kommt, deren Vater aber Deutscher ist und die auch schon ein Semester in Deutschland studiert hat. Ich hoffe den Kontakt mit ihr vertiefen zu können, sie ist eine so Liebe! Wir haben uns beide gefreut mal wieder Deutsch sprechen zu können und sind noch Kakao und Saft trinken gegangen -in einem italienischen Café, in dem ich doch tatsächlich ein Mozarellabrot bekommen habe! =D
Am Donnerstag abend dagegen durfte ich mich ein weiteres Mal erschlagen lassen. Mit einem Bekannten aus der Caleb-Gemeinde bin ich nämlich bei einem 3 Stunden-Lobpreisgottesdienst nach koreanisch-emotionaler Art gewesen. Etwa zur Hälfte der Veranstaltung, die nur aus Lobpreis bestand, hörte die Musik auf und ließ mic ören, was sie vorher verdeckt hatte: Das Schreien und Heulen der Leute bildete nun einen Geräuschteppich, der mich an sehr traurige Dinge erinnerte und eine Gänsehaut nach der anderen fabrizierte. Obwohl für mich Anbetung etwas fröhliches ist und deshalb meist nicht zum Weinen anregt, kann ich mich mit dieser anderen Art der Gottesbegegnung noch anfreunden. Was mir allerdings wirklich unangenehm war, war, dass Menschen in tiefer Anbetung, denen die Tränen liefen oder die das anders nach außen hin zeigten, direkt gefilmt wurden und dass das Weinen einiger mit Mikro verstärkt wurde.
Ich habe aber auch erfahren, dass diese Art Gottesdienst in Korea schon lange nicht mehr normal ist und auch hier die Kultur sehr in Bewegung ist.
Dennoch... die letzten 2 Monate sind nicht ohne Spuren an mir vorbeigegangen und wenn ich zurückschaue, kann ich zufrieden sein, mit dem was geschehen ist. So langsam merke ich wirklich, dass ich angekommen bin. Das äußert sich zum Einen darin, dass es nicht mehr so viel Neues und gibt und mich -zweitens- das, was noch neu ist, nicht mehr so in Aufregung versetzt. Letzteres finde ich zwar nicht so schön, es handelt sich dabei aber keineswegs um Abstumpfung, denn ich nehme immer noch alles mit offenen Ohren und Augen auf.
So habe ich zum Beispiel am Mittwoch abend ein "prayer meeting" des Onnuri English Ministry genießen dürfen, wo ich Anna kennengelernt habe, die aus den USA kommt, deren Vater aber Deutscher ist und die auch schon ein Semester in Deutschland studiert hat. Ich hoffe den Kontakt mit ihr vertiefen zu können, sie ist eine so Liebe! Wir haben uns beide gefreut mal wieder Deutsch sprechen zu können und sind noch Kakao und Saft trinken gegangen -in einem italienischen Café, in dem ich doch tatsächlich ein Mozarellabrot bekommen habe! =D
Am Donnerstag abend dagegen durfte ich mich ein weiteres Mal erschlagen lassen. Mit einem Bekannten aus der Caleb-Gemeinde bin ich nämlich bei einem 3 Stunden-Lobpreisgottesdienst nach koreanisch-emotionaler Art gewesen. Etwa zur Hälfte der Veranstaltung, die nur aus Lobpreis bestand, hörte die Musik auf und ließ mic ören, was sie vorher verdeckt hatte: Das Schreien und Heulen der Leute bildete nun einen Geräuschteppich, der mich an sehr traurige Dinge erinnerte und eine Gänsehaut nach der anderen fabrizierte. Obwohl für mich Anbetung etwas fröhliches ist und deshalb meist nicht zum Weinen anregt, kann ich mich mit dieser anderen Art der Gottesbegegnung noch anfreunden. Was mir allerdings wirklich unangenehm war, war, dass Menschen in tiefer Anbetung, denen die Tränen liefen oder die das anders nach außen hin zeigten, direkt gefilmt wurden und dass das Weinen einiger mit Mikro verstärkt wurde.
Ich habe aber auch erfahren, dass diese Art Gottesdienst in Korea schon lange nicht mehr normal ist und auch hier die Kultur sehr in Bewegung ist.
Montag, 3. November 2008
Fuß und Leben bewegen sich weiter.
Viel Pause habe ich mir nicht gegönnt, das muss ich zugeben. Dennoch gehts meinem Fuß schon wieder fast normal. Wie hätte es auch anders sein können bei so viel Gebet?
Jedenfalls konnte ich schon am Sonntag wieder auf Achse sein, auch wenn nur an einem Ort. Ich habe mich für den OEM- Onnuri English Ministry entschieden.
Dort gehöre ich jetzt zum Drama Ministry Team und für meinen ersten kleinen Part in einem Anspiel werde ich am 23.11. auf der Bühne stehen. Falls es jemanden interessiert wie ich mich in Englisch anstelle, unter diese Adresse wird einige Tage später eine Aufzeichnung zu finden sein: http://www.cgntv.net/service/program.asp?pid=224.
Anschließend habe ich den Gottesdienst besucht, der mir wieder einiges gebracht hat und mich in meinem Wunsch nach einer smallgroup bestärkt hat.
Mit einigen Leuten, die ich an diesem Tag kennengelernt habe, bin ich dann zum Dinner mit leckerem Omurice (Omlette mit Reis, Gemüse und Ketchup) und anschließend zur membership& baptism class. Dort gehen alle hin, die Mitglied von OEM werden wollen und sich davor ggf. taufen lassen wollen. Es war schon das zweite Treffen, doch ich war nicht die einzige Neue und es war sehr schön alle kennenzulernen.
Im OEM gefällt es mir immer besser. Ich will aber auch koreanische Kirchen sehen und so stehe ich jetzt vor einer Entscheidung: In koreanischen Gemeinden bin ich immer bloß Zuschauer, im OEM kann ich aktives Mitglied sein. Allerdings ist OEM sehr international/amerikanisch geprägt und nicht eine der koreanischen Gemeinden, zu denen ich ja eigentlich Kontakt knüpfen sollte/wollte. Es gibt ja aber nur einen Sonntag pro Woche...
Jedenfalls konnte ich schon am Sonntag wieder auf Achse sein, auch wenn nur an einem Ort. Ich habe mich für den OEM- Onnuri English Ministry entschieden.
Dort gehöre ich jetzt zum Drama Ministry Team und für meinen ersten kleinen Part in einem Anspiel werde ich am 23.11. auf der Bühne stehen. Falls es jemanden interessiert wie ich mich in Englisch anstelle, unter diese Adresse wird einige Tage später eine Aufzeichnung zu finden sein: http://www.cgntv.net/service/program.asp?pid=224.
Anschließend habe ich den Gottesdienst besucht, der mir wieder einiges gebracht hat und mich in meinem Wunsch nach einer smallgroup bestärkt hat.
Mit einigen Leuten, die ich an diesem Tag kennengelernt habe, bin ich dann zum Dinner mit leckerem Omurice (Omlette mit Reis, Gemüse und Ketchup) und anschließend zur membership& baptism class. Dort gehen alle hin, die Mitglied von OEM werden wollen und sich davor ggf. taufen lassen wollen. Es war schon das zweite Treffen, doch ich war nicht die einzige Neue und es war sehr schön alle kennenzulernen.
Im OEM gefällt es mir immer besser. Ich will aber auch koreanische Kirchen sehen und so stehe ich jetzt vor einer Entscheidung: In koreanischen Gemeinden bin ich immer bloß Zuschauer, im OEM kann ich aktives Mitglied sein. Allerdings ist OEM sehr international/amerikanisch geprägt und nicht eine der koreanischen Gemeinden, zu denen ich ja eigentlich Kontakt knüpfen sollte/wollte. Es gibt ja aber nur einen Sonntag pro Woche...
-HELP-
Liebe kreative Kinderarbeits-Menschen dieser Welt, ich brauche eure Hilfe!
Mittlerweile bin ich mit dem Übersetzen des ersten Patmos-Programms fertig, doch eins fehlt mir immer noch: Der passende Name!
Das Ganze ist so ähnlich wie KidsChurch und heißt ursprünglich "DynamoKids". Die koreanische Variante trägt den interessanten Namen "Wow-Q-Kids". Ich möchte für das deutsche Programm einen deutschen Namen, aber mir ist bisher noch nichts eingefallen, das interessanter als "Kinderkirche" klingt. Judy (und ich auch) hat auch hohe Ansprüche an den Namen: Etwas, was Kinder lesen und neugierig werden, fragen, was das ist und mal vorbei kommen. Das ist natürlich sehr ideal... ich bin erst mal glücklich über jeden Vorschlag!
*In der Hoffnung hierdrauf ne Menge Kommentare voller Kreativität zu bekommen* eure Gela
Mittlerweile bin ich mit dem Übersetzen des ersten Patmos-Programms fertig, doch eins fehlt mir immer noch: Der passende Name!
Das Ganze ist so ähnlich wie KidsChurch und heißt ursprünglich "DynamoKids". Die koreanische Variante trägt den interessanten Namen "Wow-Q-Kids". Ich möchte für das deutsche Programm einen deutschen Namen, aber mir ist bisher noch nichts eingefallen, das interessanter als "Kinderkirche" klingt. Judy (und ich auch) hat auch hohe Ansprüche an den Namen: Etwas, was Kinder lesen und neugierig werden, fragen, was das ist und mal vorbei kommen. Das ist natürlich sehr ideal... ich bin erst mal glücklich über jeden Vorschlag!
*In der Hoffnung hierdrauf ne Menge Kommentare voller Kreativität zu bekommen* eure Gela
"I cried also the first time" -Au.
Auch in der viertgrößten Stadt der Welt ist der Gela-Mensch nicht vor Schmerzen geschützt. Besonders wenn er sich mittlerweile so selbstverständlich durch U-Bahnschachte bewegt, dass er nebenbei SMS tippt, 2 Sufen verpasst und dabei prompt umknickt und hinfällt. Nach Hause es hat dii Königin der Tollpatschigkeit dann doch noch geschafft: Mit Sternchen vor der Augen auf den Sitz in der Bahn geschmissen, 50 Minuten in vollkommener Bewegungslosigkeit mit schlechtem Gewissen wegen der vielen Halmonis (Omis), die neben mir standen, verharrt und nach Hause gehumpelt. Am nächsten Tag sah das Ganze eher schlimmer aus: Mit dem dicken Fuß konnte ich kaum noch Laufen und so ging es mit Gastvater, -bruder und -halmoni zum Akkupunkturarzt. Ich bekam Nadeln in Arm, gesunden Fuß und Zeh des geschwollenen Fußes. Hinterher wurde das "bad blood" weggenommen(Wie mir meine Mama später erklärte wurde damit der Bluterguss bekämpft. Ich dachte in dem Moment an YingYang und Naturheilkunde.). Aus lauter Unwissenheit darüber, was die mit mir machen, liefen dann ein paar Tränen, auch wenns nicht wehgetan hat. Die Reaktionen meiner Gastfamilie: Joshua erzählte, er hätte beim ersten mal auch geheult, der Vater nahm mich in den Arm, die Oma drückte mich in Oma-Art ganz fest an sich und die Mutter lachte.
Da ich ja nun kaum laufen konnte, beschloss ich schweren Herzens, nicht zur SAMIL-
Gemeinde zu gehen, obwohl es an diesem Tag ein "Welcome"-Essengehen für mich geben sollte, sondern mit meiner Gastfamilie per Auto zu einer koreanischen Hochzeit zu fahren. Das Resultat dieser Entscheidung war eine Überhäufung mit Kitsch und viele liebe Anrufe von SAMIL-Englischlehrern, die mich vermissen und für mich beten.
Da ich ja nun kaum laufen konnte, beschloss ich schweren Herzens, nicht zur SAMIL-
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